Von der Jobsuche bis zur Einstellung – Teil 4: Das Vorstellungsgespräch

Frisch von der Uni, gerade Abi gemacht oder eine Ausbildung abgeschlossen, weiß man meist gerade viel, aber nicht das, was man gerade brauchen würde: Wie überzeuge ich meinen zukünftigen Arbeitgeber von mir?

Die freudige Nachricht erreicht Dich: Du wirst zu einem Jobinterview eingeladen! Die erste Freude wird bald getrübt von den Fragen „Was sage ich?“, „Wie präsentiere ich mich?“ und auch das „Was ziehe ich an?“ schwirrt einem im Kopf. Wenn man zu einem „persönlichen Gespräch“ oder einem „besseren Kennenlernen” vorgeladen wird, ist man der glückliche Gewinner, denn immer mehr und neue Arten von Bewerbungsverfahren haben sich in den letzten Jahren heraus kristallisiert.

Persönliches Vorstellungsgespräch

Die goldene Regel für alle Bewerbungsverfahren heißt: gute Vorbereitung. Dabei solltest Du folgende Dinge beachten:

Dresscode

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Auch wenn jüngere Unternehmen manchmal dazu schreiben „Wir haben keinen Dresscode“, solltest Du auf alle Fälle nicht in ausgebeulten Jeans und ungebügeltem Shirt ankommen, sondern auf alle Fälle gepflegt und am besten dezent gekleidet. Eine Jeans ist kein Tabu, wenn sie etwas schicker ist und gut mit Blazer oder Sakko kombiniert werden kann. Zu overdressed oder zu stark geschminkt kann auch negativ auffallen. Oft wird auf Nägel, Schuhe und Haare geschaut, weil sie über Dich verraten, wie sehr Du auf Dein Äußeres achtest. Wenn Du einen Job angehen willst, in dem Du das Unternehmen repräsentierst, ist ein makelloses Auftreten Pflicht. Aber wenn Du in Deiner Freizeit eher ein sportlicher oder lässiger Typ bist, sind streng hochgesteckte Haare und ein Kostüm vielleicht auch nicht das Richtige für Dich. Auf jeden Fall solltest Du Dir die Firma genauer ansehen, wie die Mitarbeiter gekleidet sind und welcher Stil vermittelt wird.

Dein Auftreten

Dein Auftreten soll weder überheblich, noch zu devot wirken, sondern eine selbstbewusste „Ich bin der/die Richtige für euch“-Einstellung ist ideal für ein Interview. Dabei lasse Dich auch nicht von einem „Warum sollten wir gerade Sie einstellen?“ entmutigen, eine Frage, bei der du am besten die Anforderungen der Ausschreibung im Kopf hast und mit Deinen Tätigkeiten und Qualifikationen bestätigst, dass Du dem Profil entsprichst.

Bescheid wissen

Auch wenn Dir das Unternehmen wahrscheinlich selbst erzählen wird, wer sie sind und was sie machen, solltest Du das bereits im Vorhinein wissen. Es zeigt auf alle Fälle Dein Interesse an der Firma und sollte gut recherchiert werden.

Fragen stellen

Bereite Fragen vor, die Du stellen könntest, um dein ehrliches Interesse an der Firma sowie zu der Position zu bekunden. Wenn die Antworten Deiner Fragen auf ihrer Homepage zu finden sind, macht das allerdings keinen guten Eindruck.

„Stellen Sie sich bitte kurz vor“

Du solltest Deinen Lebenslauf perfekt beherrschen, allerdings noch wichtiger ist es, ihn nicht auswendig herunter beten, sondern in aller Knappheit und Klarheit die wichtigsten Stationen Deines Lebens erzählen zu können, die für die Firma relevant sind. Ein „Erzählen Sie über sich“, bedeutet weder, dass Du von der Schule bis zu Deinem letzten einwöchigen Praktikum alles aufzählen, noch Dich in privaten Details verlieren sollst.

Stärken und Schwächen

Dir sollte Dein Persönlichkeitsprofil bewusst sein, also überlege Dir auf alle Fälle Antworten zu Deiner Persönlichkeit, die für den Job relevant sind. Wenn die typische Frage nach Deinen Stärken und Schwächen gestellt wird, beginne mit den Stärken und lasse diese gegenüber den Schwächen überwiegen. Ein Persönlichkeitstest, wie der von mindHire hilft Dir bei Deiner Selbstreflektion und bei der Erkennung Deiner Stärken und Potenziale.  Schwächen ergeben sich meist aus einem Gegenpol von besonderen Stärken – hier solltest du keine Geständnisse ablegen oder Dich dafür entschuldigen. Es soll schließlich Dein positives Bild, das Du gegenüber den Personalmanagern erzeugen möchtest, nicht trüben. Man sollte dabei bei der Wahrheit bleiben, kann sie aber ohne weiteres etwas hübscher darstellen, um andere Kandidaten auszustechen. Gerade hier ist keine Demut angebracht, wenn Du bei den Arbeitgebern punkten willst.

Gehaltsvorstellungen

Man sollte zwar nicht gleich beim Eintreten das Thema auf den Tisch knallen, aber die Frage nach dem Gehalt ist eine wichtige und legitime. Es ist nicht unhöflich, danach beim Vorstellungsgespräch zu fragen. Meist nimmt der Arbeitgeber einem die Last ab und fragt, „Was stellen Sie sich an Gehalt vor?“, um einerseits persönliche Einschätzung und Wertschätzung Deiner Person und Deiner Fähigkeiten zu erfahren, andererseits, um einzukalkulieren, ob das Unternehmen sich Dich leisten kann und will. Dabei hilft ein Blick in Gehaltslisten im Internet wie gehaltsvergleich.de, um abschätzen zu können, wie viel man in Deiner Branche in Deinem Alter und mit Deinem Geschlecht in Deinem Bundesland so verdient. Aber Vorsicht, die Statistiken können durchaus auch irreführend sein und ein zu hoes oder zu niedrieges Gehalt ausweisen. Wenn Du Dich über mindHire auf den Job beworben hast und Deine im Profil hinterlegten Gehaltsvorstellungen nicht zu einem schlechten Matching geführt haben, hast Du zumindest ein Indiz dafür, dass Du und der Arbeitgeber nicht so weit auseinander liegen. Frage auch Freunde und Bekannte, die in der gleichen Branche unterwegs sind, ob sie Dir einen Tipp zum ungefähren Gehalt geben können. Ein zu niedrieger Lohn bei der Einstellung führt später immer zu schwierigen Verhandlungen, da Du jede Erhöhung auch mit Leistung begründen musst. Aber auch ein zu hohes Gehalt ist nicht immer gut. Die Erwartungshaltungen, die an das Gehalt geknüpft werden, sind dann deutlich höher. Und diese gilt es dann in der Probezeit auch zu erfüllen. Bei Nichterfüllung wird es dann schwierig, die Probezeit zu bestehen. Verkaufe Dich auf keinem Fall unter Deinem Wert, aber vermeide auch, zu hoch zu pokern, das schadet meist nur Dir selbst.

 

www.mindhire.de

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