Von der Jobsuche bis zur Einstellung – Teil 5: Personalauswahlverfahren im Überblick

Eine persönliche Vorladung ist immer noch die gängisgste Methode bei Personalauswahlverfahren. Mittlerweile werden aber auch andere Möglichkeiten genutzt, die wir Dir hier kurz beschreiben wollen:

Telefoninterview

Hier gelten prinzipiell die gleichen Regeln wie bei einem persönlichen Vorstellungsgespräch, nur dass man hier nicht durch sein Auftreten überzeugen kann, stattdessen der Inhalt Deiner Antworten. Es läuft meist auch gleich ab, wie ein Jobinterview, oft aber kürzer. Du solltest über das Unternehmen Bescheid wissen, über Dein Persönlichkeitsprofil und Deine Gehaltsvorstellungen. Bereite Fragen über das Unternehmen und den Job vor. Danach kann eine Einladung zum persönlichen Gespräch folgen. Es ist eine Art vorfühlen, ob man den Kandidaten überhaupt einladen will. Halte sicherheitshalber einen Terminplaner bereit.

Skype-Interview

Läuft dieses Gespräch ohne Kamera, unterscheidet es sich nicht von einem Telefoninterview, wird aber ein Gespräch mit Kamera angekündigt, solltest Du

  • Gekleidet sein, wie für ein persönliches Bewerbungsgespräch
  • Dich gerade vor den Computer setzen können
  • Beachten, was die Kamera von Deiner Umgebung zeigt. Ein unordentliches Zimmer, tote Pflanzen oder ein voller Aschenbecher machen keinen guten Eindruck. Dein Gesprächspartner muss Deine Wohnung auch nicht kennen, es ist Dein Privatbereich und somit tust Du dir etwas Gutes, dich vor eine leere Wand zu setzen, wo nichts von Dir ablenken kann.
  • Haustiere und Kinder sind aus dem Raum? Handy ist abgeschaltet? Mitbewohner wissen Bescheid, dass sie Dich nicht stören dürfen? Dann kann ja nichts mehr schief gehen. Mit einer schlechten Verbindung musst Du allerdings immer rechnen. Wenn Du bereits weißt, dass Dein Internet lahm ist, sorge dafür, Dich für das Gespräch an einem günstigerem Ort aufzuhalten.
Assessment Center

Das Grauen hat einen Namen: das AC. Doch für bestimmte Jobs muss man da durch. Hier werden zusammen mit anderen Bewerbern Deine Kompetenzen getestet. Du bekommst Aufgaben, die Du allein und im Team bewältigen musst und dabei sieht dir ein „Assessor“ zu und analysiert Dein Verhalten. Das Personalauswahlverfahren ist hart: Du musst Dich vorstellen, Dich Leistungs-, Intelligenz-, und Kompetenztests und einem Interview unterziehen, Aufgaben im Team lösen, eine Präsentation halten, eine Fallstudie erarbeiten und einen Aufsatz schreiben, und das alles unter Zeitdruck. Auch darauf sollte man sich gut vorbereiten. Der Umgang mit Stress, Zeitdruck und scheinbar nicht lösbaren Aufgaben sollte auf jeden Fall geübt werden. Hierzu gibt es jede Menge Informationen im Netz – auf Karriereseiten und bei Personalberatern.

Case Study

Für eine Management Position wird Dir meist zuvor eine Aufgabe gestellt, um Deine Kompetenzen kennenzulernen. Hierbei gilt es einen Fall oder ein Problem zu lösen. Dabei gibt es nicht zwingen ein richtig oder falsch, stattdessen wird Dein Umgang mit Situationen geprüft – getreu nach dem Motto: “der Weg ist das Ziel”.

Copytest

Für kreative Berufe, vor allem in der Werbung, wird man heute meist dazu aufgefordert, eine Probearbeit anzufertigen. Dir wird eine Aufgabe zu Themen des Unternehmens gestellt, um herauszufinden, ob Dein Stil zum Unternehmen passt. Die Aufforderung kann Dich bereits vor einem Vorstellungsgespräch treffen, oder gleich im Anschluss, sei vorbereitet! Dabei ist es immer ratsam, unter dem fertigen Werk ein „Veröffentlichung ist nur gegen Zustimmung des Autors/Grafiker erlaubt“, um den Betrug zu vermeiden, dass Dein Werk, dass ja unbezahlt erstellt wurde, bereits für die Zwecke der Firma verwendet wird, vielleicht sogar ohne der Absicht, Dich einzustellen.

Einstellungstests

Es können auch ohne Assessment Center Kompetenztests, Intelligenztests oder Persönlichkeitstests mit Dir durchgeführt werden, wenn Du eine bestimmte Position haben möchtest. Intelligenztests kannst Du im Internet leicht und gut üben und Kompetenztests erfragen oft Dein allgemeines und fachliches Wissen. mindHire bietet Dir einen wissenschaftlich geprüften Persönlichkeitstest an, der Teil deines Profils wird. Damit erhälst Du zum einen ein Profil Deiner Stärken und Potenziale und zum anderen wird Dein Persönlichkeitsprofil verwendet, um Jobs zu finden, deren Anforderungen zu Deiner Persönlichkeit passen. Bei einer Passung kannst Du also davon ausgehen, dass Du in diesem Bereich keine Überraschungen mehr bei einem Einstellungstest erfährst. Den Test kannst Du machen, wenn Du Dich bei www.mindHire.de registriert hast – er ist komplett kostenlos, inklusive Auswertung.

Probearbeit

Es kann ein guter Zug sein, von sich aus anzubieten, auf Probe zu arbeiten. Dabei lasse Dich nicht ausnehmen, eine Woche oder ein paar Tage sind schon genug. Wenn das Unternehmen sich selbst davon überzeugen kann, dass Du in dieses Unternehmen passt und dass Du kompetent für diesen Job bist, sind alle Argumente bei Dir. Wenn der Arbeitgeber von sich aus allerdings möchte, dass Du vorerst ein Praktikum im Unternehmen machst, im schlimmsten Fall auch noch unbezahlt, um dann eventuell eingestellt zu werden, dann sei vorsichtig. In vielen Branchen wie Medien oder Verlagen hat sich eine solche Vorgehensweise bereits eingebürgert und Du kommst kaum daran vorbei. Gerne machen Unternehmen aber auch falsche Hoffnungen auf eine Anstellung, um billig an Arbeitskräfte zu kommen. Für viele Jobs oder sogar Volontariate werden bereits absolvierte Praktika vorausgesetzt.

www.mindhire.de

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